Die Idee

Als eines Tages einige Aktivist_innen begannen regelmäßig im Volxgarten Fußball zu spielen, fiel ihnen etwas auf: „Fußball geht ja tatsächlich auch ohne Rassismus, Nationalismus, Sexismus oder andere Diskriminierung!“ – Da war die Idee des StandUp!-Cup geboren. Wir organisieren ein Fußballturnier und machen auf wichtige, aktuelle politische Situationen aufmerksam und sammeln Geld für antifaschistische Zwecke.

Sicherlich hätte niemand gedacht, dass auf die erste Auflage des StandUp!-Cup bisher noch fünf weitere folgen sollten und das 7. Turnier zur Zeit in Planung ist. Von einem anfangs kleinen Teilnehmer_innenfeld und einigen Besucher_innen, wuchs das Turnier immer weiter und konnte in 2013 das 5-Jährige Jubiläum feiern. Das der StandUp!-Cup sich weiter entwickelt hat, unser Anspruch gestiegen ist und somit auch der Organisationsaufwand höher geworden ist, ist ganz in unserem Sinne. Mittlerweile stellen wir ein breites Vorprogramm aus verschiedenen Veranstaltungen auf die Beine und auch das Rahmenprogramm beim Turnier fällt umfangreicher aus, so bieten wir neben dem Fußballturnier, bei dem es vor allem um Spaß und Kreativität gehen soll, (vegane) Essensstände, ein Kinderprogramm, einen SitDown!-Flohmarkt und zahlreiche andere Aktivitäten an. Unsere Besucher_innen und vor allem die teilnehmenden Teams tragen einen großen Teil zu diesem bunten Rahmenprogramm bei. In den vergangenen sechs Jahren konnten wir zahlreiche witzige, außergewöhnliche und verrückte Trikots, Aktionen oder Arten zu spielen bestaunen. Das ist es, was den StandUp!-Cup von all den anderen Turnieren unterscheidet. Es geht zwar auch um den sportlichen Wettkampf, aber den großen Pokal räumen nur die ab, die am Ende unsere Jury überzeugen können!

All diese Entwicklungen freuen uns, aber zufrieden werden wir nie sein, denn mit jedem Jahr steigt unser Anspruch, mit jedem Jahr sind die Kämpfe gegen Diskriminierung, Faschismus und für eine befreite Gesellschaft intensiver geworden. Wir wollen mit dem StandUp!-Cup ein solidarisches Zeichen setzen, mit Refugees, Non-Citizens und überhaupt allen von Rassismus betroffenen. Dass das Turnier sich in der Regel mit Rassismus beschäftigt, heißt aber nicht, dass wir, die Orga, uns nicht mit all den anderen Diskriminierungsformen, wie Antisemitismus, Sexismus, Homo- und Transphobie oder sonstigen systematischen Ausgrenzungen auseinandersetzen. Uns ist wichtig das keine der angesprochenen Personengruppen diskriminiert wird, weder bei unserem Turnier, noch generell in der Gesellschaft. Dass wir dabei selbst Fehler machen und uns stetig reflektieren müssen, ist uns bewusst, genauso wie der Fakt, dass unsere Utopie einen diskriminierungsfreien Raum schaffen zu können, vorerst eine Utopie bleiben wird. Das es sich dabei um eine Utopie handelt, mindert unsere Vorfreude auf die 7. Auflage unseres Turniers jedoch nicht, viel mehr versuchen wir es jedes Jahr noch besser zu machen.

 

Wir dulden beim StandUp!-Cup keine Personen aus dem Querfront- oder rechten Spektrum. Für Diskussionen über, geschweige denn mit solchen Personen, stehen wir genauso wenig bereit, wie mit Menschen, die solche in Schutz nehmen. Außerdem haben wir bei unserem Turnier keine Lust auf jegliche Diskriminierung. Solltet ihr Vorfälle beobachten, bei denen Menschen sich rassistisch, antisemitisch, sexistisch, homo- oder transphob etc. verhalten, sprecht doch am besten die möglicherweise betroffene Person an und fragt ob diese eure Hilfe benötigt. Selbstverständlich steht euch das Orga-Team in jeder Situation und bei allen Fragen etc. zur Verfügung.

Plakat_Turnier

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